Worauf man bei Anbietern von „Geld im Internet verdienen“ Ebooks achten sollte

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen kurz erläutern, worauf Sie achten und wo bei Ihnen die Alarmglocken läuten sollten, wenn Sie Ebooks zum Thema „Geld über das Internet verdienen“ kaufen möchten und bereits diverse Anbieter auf dem Markt durchleuchtet haben. Viele selbsternannte Gurus oder Online-Marketer sind vor allem eins: Sie sind gut in der Überredungskunst und schmücken ihre Beschreibungen der Ebooks derart gut (teilweise) aus, dass Sie praktisch schon zur Hälfte eingewickelt sind und nur noch wenige Schritte oder Worte fehlen, bis Sie das Ebook tatsächlich bestellen. Ich möchte Ihnen hier einige Tricks vorstellen, wie Sie derzeit umgesetzt werden:

1. Gurus mit Sitz im Ausland oder an schönen Palmenstränden

Viele Online-Marketer werben damit, dass sie es praktisch geschafft haben, sich eine Existenz in der Karibik oder im Ausland aufzubauen. Gerne werden dazu Bilder und Videos aus diesen Ländern gezeigt, um zu überzeugen und um Neugierde zu wecken. Doch in der Regel wissen Sie selbst nicht, ob diese Personen auch tatsächlich dort agieren. Viele Länder sind bei den Lebensunterhaltungskosten sehr günstig, teure Länder waren bisher nicht dabei. Achten Sie deshalb genau auf das Impressum und überlegen Sie selbst, ob Sie einem Anbieter aus fernen Ländern trauen oder doch lieber einem in Deutschland-Ansässigen.

2. Worte wie „Reich werden in kürzester Zeit“

Grundsätzlich ist es nicht möglich, in kürzester Zeit reich über das Internet zu werden – das geht einfach nicht, außer, Sie haben eine derart lukrative Idee oder Nische gefunden, wie beispielsweise Facebook, welche einschlägt wie eine Bombe. Selbst Facebook hat Jahre gebraucht, sich auf den Stand von heute hochzuarbeiten und das natürlich auch mit einer Menge Investition. Nur mit viel Selbstdisziplin und Arbeit kann online Geld generiert werden, Schritt für Schritt. Über Nacht sind nur die allerwenigsten reich geworden. Achten Sie deshalb auf solche Sätze und behalten Sie im Hinterkopf – hier stimmt was nicht. Seriöse Anbieter versprechen Ihnen garantiert nicht das Blaue vom Himmel.

3. Bilder von Einnahmen

Oftmals werden auch ansprechende Grafiken der monatlichen Einkommenszahlen veröffentlicht. Ich kenne natürlich die Netzwerke, über welche Geld verdient wird und wo diese Einnahmen tatsächlich auch auftauchen. In vielen Fällen erkennt man auf diesen Grafiken nicht den Zeitraum, es kann also durchaus sein, dass bei einer Gutschrift von beispielsweise 2000€ der Zeitraum durchaus über Jahre hinweg beträgt – somit kein Indiz für ein monatliches Einkommen.

4. „Ich bin selbst damit reich geworden“
Hm…vielleicht auf dem Weg dorthin, aber in den meisten Fällen jedoch nicht. Ich beispielsweise sage Ihnen nicht, dass ich reich geworden bin, sondern mir bestenfalls ein lukratives Nebeneinkommen geschaffen habe. Wenn die Online-Marketer wirklich reich geworden wären, würden Sie nicht weiter so akribisch darauf bedacht sein, massig Werbung für Ihre Produkte zu machen. Sie machen es einfach immer noch nebenbei bzw. viel mehr hauptberuflich, um dieses Ziel irgendwann mal zu erreichen.

5. Ebooks mit wenig Inhalt bzw. Seiten
Mich wundert es oftmals, dass Ebooks nur mit ganz wenig Seiten verkauft werden. Es kann natürlich durchaus sein, dass ein gutes Ebook wenig Seiten braucht und daher mit einem hohen Preis verkauft werden kann, aber die Ebooks die ich kenne, starten in der Regel mit vielen vielen Seiten Überredungskunst „Sie schaffen es auch, wenn Sie nur…“. Bis es mit der eigentlichen Thematik erst richtig losgelegt, sind die meisten Seiten schon gelesen und es bleiben nur noch wenige für den eigentlichen wichtigen Inhalt übrig. Ich beispielsweise verzichte in meinen Ebooks zu 100% vollständig auf solche einleitenden Worte und lege im Grunde direkt mit den Basics los.

6. Gelb hinterlegte Texte und zahlreiche Kundenmeinungen
Viele Webseiten wollen überzeugen, überzeugen und nochmals überzeugen und somit zum Kauf bewegen. Da wird viel mit gelben Textmarkern und Floskeln gearbeitet – auch zahlreiche Kundenmeinungen werden als Überzeugungskraft eingebettet. Sind diese Kundenmeinungen wirklich nachvollziehbar? Ich kann es Ihnen nicht sagen. Warum verwendet man stattdessen nicht aussagekräftige Argumente, z.B. Praxiserfahrung? Klar, da manche es einfach probieren und nicht das nötige Hintergrundwissen haben.

7. Massig Newsletter-Emails, die überzeugen möchten

Wenn Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, sollten Sie im ersten Schritt testweise den Newsletter bestellen oder sich ein kostenloses Ebook downloaden, welches es oftmals nach einer kurzen Registrierung kostenlos gibt. Sollten Sie im Anschluss täglich mehrere Newsletter-Mails erhalten, welche überzeugen möchten, können Sie sich selbst kritisch fragen, ob Sie das möchten. Hier werden in den meisten Fällen Autoresponder-Systeme genutzt, welche Werbemails automatisch nach Ablauf einer bestimmten Zeit versenden und vor allem dazu dienen, zu überzeugen, zu überzeugen und nochmals zu überzeugen.

Einige generelle Worte über Ebooks zu diesem Thema:
Viele Internetseiten handeln diese Ebooks meist als unseriös, Betrug oder Nepp ab. Das finde ich, ist nicht ganz korrekt. Klar kann man sich sämtliche Anleitungen für eine eigene Webseite oder zum Thema Online-Marketing gratis aus dem Netz saugen, dies ist jedoch kein Grund, solche Ebooks zu bombardieren. Viele Inhalt eines Ratgeberbuchs kann man sich quasi kostenlos aus dem Internet zusammenstellen, wenn man die Zeit dafür hat. Dies ist aber im Grunde nicht der Sinn eines Buches. Ein Buch aus dem regulären Buchhandel müsste man laut dieser Theorie praktisch auch nicht kaufen, weil man sich seine Inhalte ebenfalls kostenlos aus dem Internet besorgen kann. Viele möchten aber die Ratschläge gerne kompakt zusammengefasst und ohne Arbeit lesen und somit erfüllen diese Ebooks natürlich schon ihren Zweck. Der Vorwurf des Betrugs ist meistens nicht nachvollziehbar – viel mehr sind es die oben genannten Abschnitte, welche diese Ebooks in einem negativen Bild erscheinen lassen. Wenn Sie jedoch diese Punkte kritisch betrachten, können solche Ratgeber-Ebooks durchaus sehr wertvoll sein.

Achten Sie beim Kauf eines Geld-verdienen-Ebooks vor allem auf Seriösität, Seitenumfang, Anbieter und lassen Sie sich eine kostenlose Leseprobe geben. Der Preis spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

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Cashexperte

Online-Marketer und Inhaber von Cashexperte.de

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